TAC
TAC – Zeit als Farbe
Der 24-Stunden-Tag als diagonale Bewegung durch ein Feld aus Farbintensität.
01
Einführung – Zeit als Farbe
TAC (Time-As-Colour) modelliert den 24-Stunden-Tag nicht als Linie, sondern als Bewegung: Jede Minute ist eine Position in einem Feld aus Farbintensität, und der Tag durchquert dieses Feld diagonal – von Mitternacht über Mittag zurück nach Mitternacht.
TAC überträgt die in RGBW definierten chromatischen Achsen auf die Zeit. Was RGBW als dimensionale Farblogik beschreibt, wird in TAC zu einer lesbaren Tagesstruktur: Intensität steigt, kippt am Mittag und fällt wieder – als Farbe sichtbar, nicht als Zahl.
02
TAC-Kodierung
TAC verwendet drei komplementäre Kodierungsprinzipien, um chromatische Struktur über die Zeit darzustellen:
Diagonale Farbkodierung
Chromatische Progression entlang der 12‑Stunden‑Diagonale, ausgedrückt als gerichtete Farbverläufe (z. B. r:g ⇒ b). Diese Kodierung zeigt die zeitliche Bewegung von Farbe.
Polare Farbpaarung
Die beiden chromatischen Pole, die den Kontrast einer Permutation bestimmen (z. B. BM, BY, BC). In Leuchtkraft‑Analoga bildet W polare Paare mit chromatischen Polen (WM, WY, WC). Diese Kodierung beschreibt strukturelle Opposition.
Symmetrische Farbkodierung
Gespiegelte chromatische Geometrie über Quadranten, gebildet durch Diagonalen in Minuten‑, Stunden‑ oder Tagesintervallen. Diese Kodierung zeigt zeitliche Symmetrie und Wiederholung.
Gemeinsam bilden diese drei Kodierungsprinzipien das geometrische Fundament von TAC.
03
Die sechs Colour Days
Sechs Permutationen bilden die Grundformen des chromatischen Tages. Jede Permutation zeigt dieselbe diagonale Bewegung durch die Colour Minutes – in einer eigenen chromatischen Identität.

01 · Diagonale Farbkodierung und symmetrische Geometrie für die Schwarz–Magenta-Paarung.

02 · Diagonale Farbkodierung und symmetrische Geometrie für die Schwarz–Cyan-Paarung.

03 · Diagonale Farbkodierung und symmetrische Geometrie für die Schwarz–Gelb-Paarung.

04 · Diagonale Farbkodierung und symmetrische Geometrie für die Schwarz–Grün-Paarung.

05 · Diagonale Farbkodierung und symmetrische Geometrie für die Schwarz–Blau-Paarung.

06 · Diagonale Farbkodierung und symmetrische Geometrie für die Schwarz–Rot-Paarung.
04
Daylight Day (A) – Geometrisches Analogon
Daylight Day (A) überträgt die Geometrie der kodierten Farbe auf ein Leuchtkraftfeld. Dieselben 1440-Minuten-Achsen, dasselbe 60-Minuten-Raster und dieselben diagonalen 12-Stunden-Pfade erscheinen – ohne Chroma, nur in Weiß, Grau und Schwarz.

04a · Diagonale 12-Stunden-Geometrie (weiße Boxen) über monochromer Leuchtkraft.
05
Daylight Day (B) – Physikalische Messung
Der Daylight Day ist der physikalische Anker von TAC: die natürliche Intensitätskurve des Tageslichts über den 24-Stunden-Zyklus. Diese Kurve ist nicht chromatisch, sondern luminant – ein Helligkeitsprofil, das entsprechend Sonnenaufgang, Mittag und Sonnenuntergang ansteigt, seinen Höhepunkt erreicht und wieder abfällt.
Der Licht-Tag komplettiert den wöchentlichen TAC-Rhythmus: sechs Farbtage plus ein Licht-Tag ergeben zusammen eine vollständige Woche.

05a · Tageslicht-Leuchtkraftfeld (monochrom), symmetrisch um 720.

Naturale Leuchtkraftkurve des Tageslichts über den 24‑Stunden‑Zyklus (Messung, nicht Chroma).
Konventionelle Tageslichtkurve zur Orientierung (nicht Teil der TAC-Geometrie).
06
Fazit (C) – Die Brücke zwischen (A) und (B)
Kodierte Farbe ist digital reproduzierbar und menschlich wahrnehmbar.
Physikalische Leuchtkraft ist instrumentabhängig und natürlich variabel.
Die Geometrie der kodierten Farbe (A) und die Messung der physikalischen Leuchtkraft (B) teilen dieselben Zeitachsen, entstehen aber aus unterschiedlichen dimensionalen Quellen.
07
Das Chromatische Echo
Das Chromatische Echo ist die Spiegelung des Tages um das Mittagsscharnier. Die Nachmittagshälfte wiederholt die Vormittagshälfte in umgekehrter Richtung – gleiche Geometrie, andere Richtung, verschobene Intensität.

01 · Chromatisches Echo – diagonale Spiegelung des Farbtages über die Mittagsachse.

02 · Chromatisches Echo – diagonale Spiegelung des Farbtages über die Mittagsachse.

03 · Chromatisches Echo – diagonale Spiegelung des Farbtages über die Mittagsachse.

04 · Chromatisches Echo – diagonale Spiegelung des Farbtages über die Mittagsachse.

05 · Chromatisches Echo – diagonale Spiegelung des Farbtages über die Mittagsachse.

06 · Chromatisches Echo – diagonale Spiegelung des Farbtages über die Mittagsachse.
08
Wochenzyklus
TAC bildet einen Rhythmus aus sieben Tagen: sechs Colour Days und ein Daylight Day. Die sechs Permutationen liefern die chromatische Variation, der Daylight Day die Messung – zusammen ergibt das eine vollständige Woche.
09
Monatszyklus
Aus den Wochenzyklen entsteht ein chromatischer Kalender von 28 bis 31 Tagen. Jeder Monat ist eine Folge vollständiger Wochen – lesbar als durchgehende Farbfläche statt als Zahlenraster.
10
CHRONO-Integration
TAC steht unter CHRONO. CHRONO definiert die Geometrie der Zeit – Segmente, Achsen, Proportionen. TAC legt Farbe auf diese Geometrie und macht sie sichtbar.
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RGBW-Integration
TAC verwendet die in RGBW definierten chromatischen Achsen. RGBW liefert die dimensionale Farblogik, TAC wendet sie auf den Tag an – die vier Achsen werden zu den sechs Colour-Day-Permutationen.
12
Abschluss
TAC ist die chromatische Sprache des täglichen Rhythmus, des wöchentlichen Flusses und der monatlichen Zyklen – eine visuelle Grammatik der Zeit.
Brücke zu TaCT (Time-As-Colour And Temperature)
TAC modelliert den Tag als Farbe. TaCT erweitert diese Geometrie um die Temperatur-Achse und vereint den Chromatic Daylight Globe mit dem Thermal Kelvin Globe – die Kugel aus Farbe und Temperatur.